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Rudelsingen © spar+bau – Petra Lüthe
spar+bau-News

Nachbarschaft im Einklang

LebeGeschichten

Zum 140-jährigen Jubiläum haben wir im Rahmen eines Gewinnspiels unsere Mieter gefragt: Was verbinden Sie mit dem Wohnen bei spar+bau? Zwei Beiträge zeigen, wie aus Engagement gute Nachbarschaft entstehen kann. 

Heiligabend in Gummistiefeln

Hochwasser in der Bussestraße, ©spar+bau

Weihnachten 2023 in der Bussestraße in Groß-Buchholz. Vorfreude auf entspannte Feiertage und ein fröhliches Miteinander liegt in der Luft. „Im Treppenhaus duftete es nach Tannen und auch eine Gans schien irgendwo ihrer Bestimmung entgegenzubrutzeln“, erinnert sich Mieterin Christel Cordes. Doch statt Kerzenschein und Lichterglanz platzt mitten in die Weihnachtsvorbereitung die Nachricht: Durch ein Kellerfenster dringt Regen ein. „Der Vorkeller stand bereits mehrere Zentimeter unter Wasser, und es war klar, dass das erst der Anfang war.

Eine schöne Bescherung!“ Hilfe von außen? So wurde der Notruf der Feuerwehr angerufen, wo sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit jemand meldete. Mit Heiterkeit quittierte der diensthabende Beamte unseren Hilferuf. Unser Hochwasser sei ein Klacks angesichts der katastrophalen Situation im östlichen Hannover, wo das Wasser meterhoch stehe. „Sorry, Sie schaffen das schon“, sagte der Mann, wünschte viel Erfolg und fröhliche Weihnachten. Dann legte er auf.

Überfluteter Keller in der Bussestraße, ©spar+bau

Die Bewohner fackeln nicht lang. Also ran an die Arbeit, Ärmel aufkrempeln und das Beste aus der Situation machen: Mit Eimern, Schaufeln und Handtüchern stemmen sie sich gegen die Wassermassen. Stunde um Stunde, Eimer um Eimer. Die Anstrengung ist spürbar, die Rückenschmerzen auch. „Das war eine echte Sisyphusarbeit, aber Aufgeben war keine Option.“ Als schließlich ein Wassersauger organisiert wird und der Pegel sinkt, ist die Erleichterung groß. Übrig bleibt ein kleiner, erschöpfter Kreis, der sich erst zum Weihnachtsliedersingen im Treppenhaus trifft und dann zum gemütlichen Beisammensein. „Der etwas andere Heiligabend klang aus in der Gewissheit, dass man in diesem Haus aufeinander zählen kann“, freut sich Christel Cordes. „Und darauf wurde mit einem Glas Sekt angestoßen.“ Durch diese Aktion ist die Hausgemeinschaft zusammengewachsen und trifft sich regelmäßig zum Gedankenaustausch.

Gemeinschaft kennt kein Alter

Petra Lüthe und ihre Nachbarinnen, ©spar+bau – Petra Lüthe

Petra Lüthe lebt seit drei Jahren in Hannover, und zwar in einem der drei Häuser „Altersgerechtes Wohnen“ in Groß-Buchholz. Aus diesen 56 Wohnungen haben sich inzwischen viele Freundschaften gebildet. Man trifft sich im Innenhof zum Klönen und Gärtnern, hilft sich bei Mülltransporten und kauft füreinander ein. „Mit Salaten über Weißwürste bis zu Bratwürsten haben wir bereits gemeinsame Gartentreffen kulinarisch angereichert. Und mit passenden Getränken saßen wir bei gutem Wetter schon oft bis zum Tagwechsel zusammen“, erzählt die spar+bau-Mieterin Petra Lüthe. Eines Tages hörte sie vom Rudelsingen im Kulturzentrum Pavillon. Sie erkundigte sich nach Ort, Preis und Termin. „Ich fragte in meiner engsten Nachbarschaft herum und merkte sofort – es gibt zweierlei Fraktionen: ,toll‘ oder ,kommt gar nicht in Frage‘. Schnell fand ich fünf begeisterte Nachbarinnen, und schon hatte ich ein kleines Problem. Unbedingt mitkommen wollte Hedwig, und die ist 90 Jahre alt und geht mit Rollator.“ Wird das funktionieren? Im Großen Saal im Kulturzentrum gibt es steile Treppen und Menschenmassen. Also erkundigte sich Petra vorab: „Der Rollator könne neben der Tür geparkt werden und Hedwig müsse einige Treppenstufen hochgehen, damit wir über die vor der Bühne Stehenden hinwegsehen können.“ Das hielt Petra Lüthe für machbar und kaufte die Eintrittskarten. „Ich war allerdings skeptisch, ob an dem Abend alles so reibungslos ablaufen würde.“

Als das hannoversche Rudelsingen stattfand, saßen sie alle zusammen in einer Reihe, sangen oder brüllten lustig zu den Schlagern, Oldies, Pop- und Rockliedern. „Unsere Hedwig hatte Riesenglück. In der Reihe vor ihr saß niemand, und so konnte sie teilweise sitzend immer gut die Leinwand sehen.“ Es war ein rundum gelungener Abend, den die Nachbarinnen mit einem Restaurantbesuch abschlossen. „Auf dem Heimweg zur U-Bahn sagte dann unsere Nachbarin Karin einen Satz, der mich höllisch gefreut hat: ,War das heute toll mit euch! Das hätte ich alles nie erlebt, wenn ich mich nicht hätte scheiden lassen und in das altersgerechte Wohnen von spar+bau gezogen wäre.‘“ Diese spontane Aussage hat Petra Lüthe neue Kraft und Motivation gegeben, um viele weitere gemeinsame Aktivitäten mit der Nachbarschaft zu organisieren. 

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