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                  Park de la Mar Kathedrale La Seu in Palma © AdobeStock – Wolfgang Jargstorff
spar+bau-News

Weitblick inklusive

Mallorca, Barcelona und Juist       

Vier spar+bau-Auszubildende tauschten im Sommer 2026 ihren gewohnten Arbeitsplatz gegen neue Perspektiven – und brachten jede Menge Erfahrungen, Ideen und neue Eindrücke mit zurück.

Leonie Brächtken und Lucia Doric (v. l. n. r.) ©spar+bau

Manchmal beginnt ein Perspektivwechsel mit einer einfachen Frage. Als Lucia Doric und Leonie Brächtken, beide im dritten Ausbildungsjahr bei spar+bau, in der Berufsschule von Erasmus+ hörten, wollten sie wissen: Geht das auch für uns? Ausbildungsleiterin Catalina Seidel stimmte sich mit Personalabteilung und Vorstand ab – und bekam grünes Licht. „Es ist nicht selbstverständlich, dass Auszubildende daran teilnehmen dürfen“, sagt Lucia.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Kathedrale La Seu in Palma ©spar+bau

Dann hieß es: selbst organisieren. Über einen Kollegen entstand der Kontakt zu einem REMAX-Maklerbüro auf Mallorca, Flug und Apartment in Palma buchten die beiden selbst. In ihrem Praktikum erstellten sie Vergleichstabellen zu Immobilienpreisen, recherchierten Kooperationspartner und bereiteten Meetings vor. Dabei lernten sie eine Immobilienwelt kennen, die sich deutlich vom genossenschaftlichen Alltag unterscheidet.

„Man wächst daran, wird selbstständiger, offener und lernt andere Arbeitsstile kennen“,

sagen Lucia und Leonie. Zugleich schärfte der Aufenthalt ihren Blick auf die Genossenschaft: Während beim Makler nach einem Verkauf der Kontakt häufig endet, schätzen sie bei spar+bau besonders die langfristige Beziehung zu Mitgliedern und Mietern.

Nach Feierabend warteten Strand, Dachterrasse, gemeinsame Kochabende und Ausflüge unter anderem nach Port de Sóller und Santanyí. Ein Höhepunkt war der WM-Sieg Spaniens: Das Finale verfolgten sie in S’Arenal, anschließend feierten sie in der Menge in Palma mit. Auch ein Besuch bei Azubikollege Justin Böttger in Barcelona gehörte dazu. „Wir hätten gerne wie Justin auch Besichtigungen mitgemacht, aber das war bei uns nicht möglich, weil die Immobilien noch bewohnt waren. Trotzdem war die Zeit toll und hat uns noch mehr zusammengeschweißt“, finden die Freundinnen Leonie und Lucia.

 

Barcelona: mittendrin im Makleralltag

Alexander Holder vom Maklerbüro „Toll Wohnen“ in Barcelona und Justin Böttger ©spar+bau

Justin Böttger, ebenfalls im dritten Ausbildungsjahr, verbrachte sein Praktikum bei einem Makler in Barcelona. Er durfte mit zu Besichtigungen, Notarterminen und einer Eigentümerversammlung. 

„Mich in kurzer Zeit an eine fremde Arbeitskultur und Sprache anzupassen, war eine Herausforderung, an der ich beruflich wie persönlich sehr gewachsen bin.“

Besonders wertvoll waren für ihn die neuen Kontakte und der Einblick in ein internationales Arbeitsumfeld. Ausbildungsleiterin Catalina Seidel sieht darin einen großen Gewinn: „Unsere Azubis lernen ein fremdes Land, andere Gewohnheiten und Arbeitsweisen kennen und können ihre Sprachkenntnisse verbessern. Das erweitert den Horizont enorm und am Ende profitieren auch wir davon, wenn sie mit neuen Eindrücken und Ideen zurückkommen.“

 

Neue Perspektiven – auch an der Nordsee

Carolin Seifert (Vierte v. l. unten) machte  mit ihrem Nachwuchsteam einen Pinch- Hitter-Kurs auf Juist. ©spar+bau

Neue Erfahrungen sammelte auch Carolin Seifert aus dem zweiten Ausbildungsjahr bei der „Lerninsel Juist“. Gemeinsam mit 19 weiteren Nachwuchskräften beschäftigte sie sich eine Woche lang mit Projektmanagement, Präsentations- und Kreativitätstechniken, KI im Unternehmen und Persönlichkeitsentwicklung.

„Besonders mitgenommen habe ich, dass Fehler nichts Negatives sein müssen. Man kann daraus lernen und sich weiterentwickeln“, sagt Carolin. Ein besonderes Erlebnis war ein Flug in kleinen motorisierten Segelflugzeugen samt Pinch-Hitter-Kurs, ein Sicherheits- und Einsteigertraining für Menschen ohne Pilotenschein. Zum Abschluss präsentierten die 20 Azubis ihre Ergebnisse vor den angereisten Unternehmensvertretern. Für spar+bau war Vorstand Udo Frommann dabei. Auch hier zieht Catalina Seidel ein positives Fazit:

„Die Lerninsel ist eine super Möglichkeit, sich sowohl als Gruppe wie auch persönlich weiterzuentwickeln.“ 

Ob Mittelmeer oder Nordsee: Die vier Nachwuchskräfte kehrten mit unterschiedlichen Erfahrungen und einer gemeinsamen Erkenntnis zurück: Wer den vertrauten Ausbildungsalltag verlässt, lernt nicht nur andere Orte und Arbeitsweisen kennen, sondern entdeckt oft auch ganz neue Seiten an sich selbst.

 

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