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                  spar+bau Vertreterversammlung 2026 © Nick Neufeld
spar+bau-News

Gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum

Am 6. Mai fand im Alten Rathaus die ordentliche Vertreterversammlung statt.

Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2025, umfangreiche Investitionen sowie die Themen Klimaschutz und bezahlbares Wohnen. 

Sieglinde Lohrey-Harré begrüßte die gewählten Vertreterinnen und Vertreter. ©Nick Neufeld

Aufsichtsratsvorsitzende Sieglinde Lohrey-Harré begrüßte 58 der insgesamt 72 gewählten Vertreterinnen und Vertreter und führte durch die Versammlung. Die Vorstandsmitglieder Udo Frommann und Rainer Detjen berichteten ausführlich über die Entwicklung des Geschäftsjahres 2025. Besonders erfreulich: Mit einer Bilanzsumme von mehr als 508 Millionen Euro erreichte spar+bau erneut einen Höchststand und setzte damit den positiven Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort.

Trotz eines leichten Rückgangs beim Geschäftsguthaben entwickelte sich die Genossenschaft weiterhin positiv. Rund 250 neue Mitglieder konnte spar+bau im vergangenen Jahr verzeichnen. Damit nähert sich die Solidargemeinschaft der Marke von 28.000 Mitgliedern. Besonders erfreulich war zudem die Entwicklung der Spareinlagen: Diese überschritten erstmals die Grenze von 250 Millionen Euro. Dieses Vertrauen der Mitglieder bildet eine wichtige Grundlage für Investitionen in Neubau, Modernisierung und Bestandspflege.

Wohnraum bleibt bezahlbar und zukunftsfähig

Udo Frommann: Im Fokus der Versammlung standen Wachstum, Investitionen und Klimaschutz. ©Nick Neufeld

Ein zentraler Schwerpunkt blieb die Investition in den eigenen Wohnungsbestand. Insgesamt investierte die Genossenschaft im vergangenen Jahr mehr als 35 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung. Rund 8,7 Millionen Euro flossen in den Neubau, unter anderem in die Fertigstellung des Projekts in der Springer Straße 6 in Oberricklingen. Weitere 19,1 Millionen Euro wurden für Modernisierungen eingesetzt, insbesondere für energetische Maßnahmen im Rahmen des Klimafahrplans zur angestrebten Klimaneutralität bis 2045, und 7,4 Millionen Euro flossen in die laufende Instandhaltung.

Besonders positiv entwickelte sich die Unterstützung durch Fördermittel: Insgesamt erhielt spar+bau rund 5 Millionen Euro Zuschüsse von Bund, Land und Kommunen. Diese Förderungen halfen dabei, die umfangreichen Investitionen wirtschaftlich tragfähig zu gestalten und gleichzeitig die Mieten auch nach Modernisierung oder Neubau bezahlbar zu halten. Gleichzeitig machte Vorstand Udo Frommann deutlich, dass diese Förderkulisse in den kommenden Jahren voraussichtlich deutlich geringer ausfallen wird.

Auch in die technische Infrastruktur wurde weiter investiert. Rund 290.000 Euro flossen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, ein großer Teil davon in moderne und sichere IT-Systeme.

Wie intensiv spar+bau in den eigenen Wohnungsbestand investiert, verdeutlichen auch die Investitionen in die Bestandspflege: Fast 50 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise knapp 4 Euro je Quadratmeter im Monat flossen 2025 in Modernisierung, Sanierung und Instandhaltung. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsgebühr von 6,91 Euro pro Quadratmeter bedeutet dies, dass rund 60 Prozent der Mieteinnahmen unmittelbar wieder in den Bestand investiert wurden. Damit unterstreicht die Genossenschaft erneut ihren langfristigen Anspruch, Wohnraum nicht nur bezahlbar, sondern zugleich zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten.

Durchschnittsmiete deutlich unter Mietenspiegel

Rainer Detjen: Die Durchschnittsmiete von 6,91 Euro liegt weiterhin deutlich unter dem aktuellen hannoverschen Mietenspiegel. ©Nick Neufeld

Vorstand Rainer Detjen berichtete anschließend über die Entwicklung der Hausbewirtschaftung. Die Fluktuation blieb mit gut 6 Prozent weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Von insgesamt 524 Wohnungskündigungen wechselten 115 Haushalte innerhalb des spar+bau-Bestandes in eine andere Wohnung. Gerade diese Möglichkeit verdeutlicht den besonderen Mehrwert des genossenschaftlichen Wohnens und zeigt, wie flexibel Mitglieder innerhalb der Genossenschaft auf veränderte Lebenssituationen reagieren können.

Auch die Leerstandsquote blieb mit 0,64 Prozent weiterhin gering. Viele der leerstehenden Wohnungen befanden sich in Modernisierung oder wurden für eine Neuvermietung vorbereitet.

Trotz steigender Kosten im Wohnungsmarkt liegt spar+bau mit einer Durchschnittsmiete von 6,91 Euro weiterhin deutlich unter dem aktuellen hannoverschen Mietenspiegel von 8,73 Euro. Mehr als 80 Prozent aller Wohnungen werden weiterhin zu Nettokaltmieten von bis zu 7,50 Euro angeboten. Damit bleibt die Genossenschaft ihrem Anspruch treu, bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten anzubieten.

Energieversorgung mit nachhaltigen Lösungen

Im Neubau zeigt sich allerdings auch die deutliche Kostenentwicklung der vergangenen Jahre. Die 2025 fertiggestellten Wohnungen in der Springer Straße 6 wur-den durchschnittlich für 12,30 Euro pro Quadratmeter vermietet und liegen damit dennoch spürbar unter der durchschnittlichen hannoverschen Neubaumiete von 14,40 Euro. Das Gebäude erfüllt zudem den energetisch hochwertigen KfW-40-EE-Standard und verbindet damit energieeffizientes Bauen mit vergleichsweise moderaten Mieten.

Auch bei der Energieversorgung setzt spar+bau konsequent auf nachhaltige Lösungen. In mehreren Quartieren wurden bestehende Gasheizungen durch Fernwärme, Geothermie oder Luft-Wasser-Wärmepumpen ersetzt. Entsprechende Projekte wurden unter anderem in Wettbergen, Oberricklingen, der List, Vahrenwald sowie in Davenstedt und Badenstedt umgesetzt.

Insgesamt entstanden im vergangenen Jahr 29 neue Wohnungen. Darüber hinaus wurden 59 Wohnungen umfassend modernisiert und 36 Wohnraumanpassungen durchgeführt.

Die Vertreterversammlung fasste anschließend alle erforderlichen Beschlüsse einstimmig. Dazu gehörten die Verwendung des Bilanzgewinns von 4,7 Millionen Euro, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Ausschüttung einer Dividende von 2 Prozent.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Neu in den Aufsichtsrat wurden Melanie Schmidt und Gerhard Viemann gewählt. Petra Tute und Urte Högl wurden in ihren
Ämtern bestätigt. (v. l. n. r.). ©Nick Neufeld

Im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen wurde der Aufsichtsrat teilweise neu besetzt. Die Mitglieder Urte Högl, Walter Richter, Dagmar Roessler und Petra Tute schieden satzungsgemäß aus dem Gremium aus. Während Walter Richter und Dagmar Roessler nicht erneut kandidierten, stellten sich fünf Kandidaten für einen Sitz im Aufsichtsrat zur Wahl.

Nach der persönlichen Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten entschied die Vertreterversammlung in geheimer Wahl über die Neubesetzung des Gremiums. Urte Högl und Petra Tute wurden für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Melanie Schmidt und Gerhard Viemann.

Ein besonderer Dank galt Dagmar Roessler und Walter Richter, die sich über viele Jahre hinweg mit großem ehrenamtlichem Engagement für die Genossenschaft eingesetzt haben.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Sieglinde Lohrey-Harré bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten. Ihr Einsatz, so betonte sie, sei eine wesentliche Grundlage dafür, dass die genossenschaftliche Idee bei spar+bau erfolgreich gelebt werden könne.

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