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                  Vater und Tochter füllen ein Regal mit Vorräten auf © BKK
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Vorsorge für den Notfall

Krisen und Katastrophen: sicher vorbereitet sein

Im Januar dieses Jahres zeigte ein fünftägiger Blackout in Berlin, wie unerwartet uns Katastrophen treffen können. Doch wer gut vorbereitet ist, bleibt handlungsfähig.

Rund 100.000 Menschen im Südwesten Berlins waren tagelang ohne Heizung, Strom, warmes Wasser und Mobilfunknetz, und das bei Temperaturen unter null Grad. Stromausfälle, extreme Wetterereignisse oder Störungen der Infrastruktur treten oft plötzlich auf und legen den Alltag innerhalb kürzester Zeit lahm. Prävention bedeutet dabei nicht Panik, sondern vorausschauendes Handeln. In solchen Fällen zählt Resilienz: ruhig bleiben, gut informiert sein und schnell wieder in den Alltag zurückfinden. 

Schon kleine Vorsorgemaßnahmen stärken die eigene Sicherheit und entlasten Einsatzkräfte. Die folgenden Handlungshilfen lassen sich individuell anpassen.

Die Grundversorgung sichern

Legen Sie sich für den Notfall einen Vorrat an. Nutzen Sie den Vorratskalkulator. ©BKK

Ohne Strom funktionieren weder Kühlschrank noch Herd, oft fällt auch die Wasserversorgung aus. Nach Möglichkeit sollten sich Haushalte deshalb zehn Tage lang selbst versorgen können; aber auch schon für drei Tage ist ein Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln wie Konserven und Zwieback empfehlenswert. Planen Sie Ihren Vorrat einfach mit dem Vorratskalkulator.

Beachten Sie auch Allergien und Erkrankungen, die einer besonderen Ernährungsform bedürfen, auch für Kinder oder Haustiere. Ein Gas- oder Campingkocher hilft, Lebensmittel wie Reis und Nudeln zuzubereiten. Wichtig: Immer auf sichere Nutzung und ausreichende Belüftung achten! Beim Wasservorrat empfiehlt sich 1,5 bis 2 Liter Trinkwasser pro Tag und Person. Denken Sie zusätzlich auch an Wasser für die Hygiene sowie an Medikamente und medizinische Hilfsmittel: Ist Ihre Notfallapotheke auf dem neuesten Stand?

Licht, Kommunikation und Orientierung

Taschenlampen gehören zur Grundausstattung. ©BKK

Taschenlampen, Streichhölzer/Feuerzeug und Batterien sowie Bleistift und Schreibblock gehören zur Grundausstattung. Kerzen nur unter Aufsicht nutzen. Ein batteriebetriebenes oder kurbelbares Radio liefert offizielle Informationen. Mobiltelefone funktionieren oft nur begrenzt. Dafür empfiehlt sich eine aufgeladene Powerbank. Wichtige Telefonnummern sollten auch analog vorliegen.

Wichtige Dokumente griffbereit haben

Halten Sie wichtige Dokumente griffbereit. ©BKK

Wenn Sie Ihr Zuhause verlassen müssen, bleibt Ihnen oft nicht viel Zeit. Eine Mappe mit den wichtigsten Unterlagen – Ausweis, Versicherungsdokumente, Notfallkontakte – sollte jederzeit schnell zugänglich sein. Ein vorbereiteter Rucksack erleichtert den Aufbruch, und Sie haben die Hände noch frei. Digitale Kopien auf einem USB-Stick sind eine sinnvolle Ergänzung. Auch Bargeld ist hilfreich, da Kartenzahlungen ohne Strom häufig nicht möglich sind.

Schnell handeln im Haushalt

Elektrische Geräte ausschalten, Wasser abdrehen, offenes Feuer löschen (Kamin, Kerzen), Fenster und Türen schließen, Wasser und Futter für Haustiere bereitstellen, die nicht mitgenommen werden können. Vereinbaren Sie auch Notfalltreffpunkte mit Ihren Angehörigen.

Nachbarschaft als Schlüsselressource

In Krisensituationen zeigt sich, wie wertvoll Nachbarschaften sind. Austausch und Unterstützung helfen besonders Menschen mit Einschränkungen und solchen, die Schwierigkeiten haben, unsere Sprache zu verstehen.

Informationen beschaffen

Schalten Sie das Radio ein (bei Stromausfall z. B. Autoradio oder batteriebetriebenes Gerät).

Nutzen Sie Warn-Apps wie NINA, BIWAPP oder KATWARN. 

Cell Broadcast sendet automatisch Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone, ohne App oder Internetverbindung. Aktivierung meist unter „Sicherheit & Notfall“ oder „Drahtlose Notfallwarnungen“ in den Einstellungen (Android) oder über Einstellungen und Mitteilungen (iOS, iPhone).

Sollten Sie Schwierigkeiten haben, die Apps und Dienste auf Ihrem Mobiltelefon einzustellen, bitten Sie Familie, Freunde oder Nachbarn um Unterstützung.

Weiterführende Links Informationen und Checklisten erhalten Sie auf der website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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