In der Guts-Muths-Straße in Vahrenwald wächst mit dem „Grünstreifen-Ressort“ ein Projekt, das Umwelt, Nachbarschaft und Baumpatenschaften neu denkt.
Es beginnt mit dem Antrieb, ein Biotop für Tiere und Menschen zu errichten – und einem kleinen privaten Budget. In Vahrenwald ist es Benjamin Demant, spar+bau-Mieter, der zur Schaufel greift. In der Guts-Muths-Straße kennt man ihn längst als „den Gärtner“. Sein Projekt trägt den Namen „Grünstreifen-Ressort“.
„Ich wollte kahle Erdstellen nach Baumpflanzungen drumherum verschönern und einen Ort für Vögel, Insekten und die Nachbarschaft schaffen“, erzählt Demant. Er startete im Mai letzten Jahres mit nur einem Beet direkt vor seiner Haustür. „Über die Monate weitete ich das Projekt von Hausnummer 7 bis 21 aus.“
Die Nachbarschaft zum Mitmachen motivieren
Die ehemaligen Grünstreifen sind mittlerweile ein echter Hingucker. Doch Demant ging es von Anfang an um mehr als nur Optik. Ziel ist es, nach und nach die gesamte Straße zu verschönern – und dabei die Nachbarschaft enger zusammenzubringen.
Denn das Projekt könnte nicht nur pflanzlich, sondern auch sozial blühen, wenn es mehr Interesse gäbe. Wer gießt, jätet oder kurz Müll aufsammelt, kommt ins Gespräch und ist nicht mehr anonym, sondern Teil von etwas. Gleichzeitig leisten die Beete einen wichtigen Beitrag für die Umwelt: Sie bieten Lebensraum für Insekten, fördern die Artenvielfalt, verbessern die Luftqualität und wirken im Sommer kühlend. Gerade in einer dicht bebauten Stadt lohnt schließlich jeder Quadratmeter Grün.
Mit Baumpatenschaften aktiv werden
Wer dem Beispiel von Demant in der eigenen Straße folgen möchte, kann selbst aktiv werden: etwa mit einer Baumpatenschaft. In vielen Straßen gibt es diese Möglichkeit über die Stadt Hannover, die das Modell seit 1981 anbietet, oder über Vereine wie Öko-stadt e. V. Dabei übernehmen Bürger die Pflege der Baumscheiben, also der Flächen rund um die Stämme, gießen die Bäume bei Trockenheit, lockern den Boden, entfernen Müll oder Wildkräuter und bepflanzen die Baumscheiben mit Blumen und Stauden. Diese Patenschaften bringen gleich mehrere Vorteile: Gepflegte Baumscheiben verschönern das Straßenbild, verbessern das Stadtklima und unterstützen die Gesundheit der Bäume.
„Mein Engagement erweitert die Idee der klassischen Baumpatenschaft der Stadt Hannover“, erklärt Demant, „indem ich nicht nur den Baum, sondern den gesamten Grünstreifen als liebevoll gestaltetes Biotop betrachte und pflege.“
spar+bau unterstützt mit Regentonne
Da Demant das Projekt bislang nur mit hohem Zeitaufwand und privaten Kosten umsetzen konnte, freut er sich jederzeit über aktive Unterstützung aus der Nachbarschaft oder eine Spende. „Ich weiß, dass nicht jeder so viel Zeit hat“, erklärt unser Mieter. Er hofft aber, dass seine Mitmenschen ein Auge dafür haben, wenn Müll aufgesammelt werden sollte und Pflanzen gegossen werden können, da die Erledigung dieser kleinen Aufgaben ein großer Gewinn für die Gemeinschaft ist.
Als Dank für sein Engagement unterstützt spar+bau seine Initiative mit einer dringend benötigten Regentonne, um hieraus Wasser für die Bepflanzung zu schöpfen. Das „Grünstreifen-Ressort“ zeigt, wie viel möglich ist, wenn jemand anfängt. Denn manchmal beginnt Veränderung, wie bei Benjamin Demant, direkt vor der eigenen Haustür.
Sie wollen selber eine Baumpatenschaft übernehmen? Mehr Infos gibt es hier!