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Kolumnen

Erste Klasse

Kinder, wie die Zeit vergeht – das sieht man nicht sprichwörtlich, sondern tatsächlich am Nachwuchs, den man gefühlt doch erst aus der Klinik geholt hat, findet Tom Nädler.

In diesem Sommer ist es so weit: Theo wird aus dem Kindergarten entlassen – ein urkomisches Ritual am Morgen nach dem letzten „Schlaffest" – und fünf Wochen später eingeschult. Einmal Kopfschütteln: Wo ist das Kind, dem wir doch gerade erst das Fahrradfahren beigebracht haben? Zweimal Kopfschütteln: Was fangen wir jetzt mit ihm bis zur Einschulung fünf Wochen lang an – nur ein erster kleiner Vorgeschmack auf all die kommenden Jahre voller Schulferien.

In diesem Jahr lösen wir das Problem dank der sozialen Errungenschaften in unserem Land noch ganz gut. Denn zusätzlich zum bezahlten Mutterschutz – den es im Übrigen neben den USA nur in Lesotho, Liberia, Papua-Neuguinea und Swasiland nicht (!) gibt – haben wir ja Elternzeit und davon zum Glück auch noch etwas übrig. Also nimmt Tanja vier Wochen unbezahlt frei und hofft auf gutes Wetter samt Dauerkarte für die Badeanstalt. Da wir zu dritt im Juni schon in Spanien waren, werde ich diese Zeit im Büro verbringen. Als freier Autor hat man komischerweise nicht immer frei.

Dafür bin ich dann aber im August dran: erster Vater-Sohn-Urlaub überhaupt. Ich bin ja echt gespannt. An unseren vergangenen Männer-Wochenenden haben wir es uns in Hannover gut gehen lassen. Möglichst lange geschlafen, eine Runde gekuschelt, bei schönem Wetter mal raus, dann Abendessen auf der Couch. Dazwischen mal ins Museum gehen oder eine Jazz-CD hören. Theo mochte das immer sehr. Aber jetzt fahren wir richtig weg. Acht ganze Tage und Nächte lang. Einpacken werde ich unsere bunten neuen Badehosen im Schildkrötendesign. Zuhause lasse ich eine Oma, die schlecht schlafen wird, da sie das Kind schon jetzt im Pool untergehen sieht. Ich hoffe sehr, ich komme da nicht ins Schwimmen. Gute Reise!

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